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Stadtgeschichte Pinneberg

Pinneberg, erstmals 1351 urkundlich erwähnt, blickt auf eine vielseitige und ereignisreiche Vergangenheit zurück: Von der mittelalterlichen Burg an der Pinnau entwickelte sich der Ort zur gräflichen Residenz (1290–1640) und später zu einem wichtigen dänischen Verwaltungszentrum. Mit dem Fleckensprivileg 1826 und den Stadtrechten 1875 begann ein neuer Abschnitt – geprägt durch die Eisenbahnanbindung 1844, den Aufstieg als Industriestandort und das Wachstum durch Eingemeindungen (1905/1927).

In Zusammenarbeit mit der Geschichtswerkstatt der VHS Pinneberg sind zahlreiche Artikel zur wechselvollen Stadtgeschichte Pinneberg entstanden. 

  • Britische Militärregierung

    Britische Militärregierung

    Als am 8.Mai 1945 der Zweite Weltkrieg in Europa beendet war, übernahmen die vier Siegermächte — Sowjetunion, USA und Großbritannien sowie Frankreich die Hoheitsgewalt über das Deutsche Reich und teilten sein Gebiet untereinander in Besatzungszonen auf oder gliederten es aus. Schleswig-Holstein unterstand der Britischen Militärregierung.

  • Eisenbahn als Schrittmacher der Industrialisierung in Pinneberg

    Eisenbahn als Schrittmacher der Industrialisierung in Pinneberg

    Die Eisenbahn war wie überall in Europa auch in Schleswig-Holstein das eigentliche Symbol für die Modernisierung im 19. Jahrhundert. Mit ihrer Möglichkeit, große Gütermengen preisgünstig in kurzer Zeit über weite Strecken transportieren zu können, wurde sie zum Schrittmacher der Industrialisierung. In der wirtschaftlichen Aufschwungsphase nach den napoleonischen Kriegen gründeten sich Ende der 1820er Jahre die ersten Industriebetriebe in Schleswig-Holstein. Bei der Standortwahl war eine gute Verkehrsanbindung besonders wichtig.

  • Pinnebergs Wirtschaft vor der Industrialisierung

    Pinnebergs Wirtschaft vor der Industrialisierung

    Zu den Aufgaben des 1735 gegründeten General-Landesökonomie und Kommerzkollegiums in Kopenhagen gehörte auch das Sammeln und Auswerten von Informationen über die wirtschaftlichen Verhältnisse in den einzelnen Regionen des Gesamtstaates. Diesem Kollegium verdanken wir vermutlich den ersten umfassenden „Wirtschaftsbericht“ über die Herrschaft Pinneberg.

  • Luftbild der Firma Wuppermann aus dem Jahr 1962
    Luftbild 1962: Kurz darauf wurden die Gebäude am Drosteipark abgerissen und das Gelände mit Hochhäusern bebaut.

    Die Geschichte der Firma Wupperman

    Hatten sich nach dem Eisenbahnbau 1844 erste Fabriken in Pinneberg angesiedelt, so wirkten sich die politischen Wirren 1848–1851 hemmend auf die weitere Wirtschaftsentwicklung aus.

  • Binné & Sohn

    Binné & Sohn

    Betrachtet man die Geschichte der Firma Binné & Sohn, gibt es genau genommen drei „Geburtstage“ zu feiern: Die Jahre 1853, 1879 und 1894. Bereits 1853 gründete Ernst-Ludwig Binné an der Koppelstraße ein Handelsgeschäft für Drogerie- und Kolonialwaren.

  • DP-Lager Eggerstedt-Kaserne

    DP-Lager Eggerstedt-Kaserne

    In der letzten Phase des Krieges diente die Kaserne u.a. zur Unterbringung von Truppenteilen und Flüchtlingen, Vertriebenen und Verschleppten aus dem Osten.

  • Die NSDAP

    Die NSDAP

    Der Nationalsozialismus hatte das Ziel, alle Lebensbereiche mit seiner Weltanschauung und seinen politischen Zielen zu durchdringen.

  • Mit drei Pferdewagen nach Pinneberg – Die Geschichte der ILO Motorenwerk GmbH

    Mit drei Pferdewagen nach Pinneberg – Die Geschichte der ILO Motorenwerk GmbH

    „Aus für ILO“ titelte am 20. November 1990 das PINNEBERGER TAGEBLATT, und am 31. Dezember 1990 schloss das traditionsreiche Unternehmen für immer seine Pforten. Damit endete eine fast 80-jährige Firmengeschichte, in deren Verlauf der Pinneberger Betrieb zu einem der führenden Unternehmen im Zweitaktmotorenbau wurde. Mit bis zu 1600 Beschäftigten war das Werk für viele Jahre größter Arbeitgeber in der Region.

  • Politischer Neuanfang

    Politischer Neuanfang

    Am 24.10.1948 fand die zweite Wahl eines Gemeindeparlaments nach dem Krieg statt. Das Wahlverfahren entsprach bereits der neuen Deutschen Gemeindeordnung, die erst eineinhalb Jahre später in Kraft trat.

  • Volksgemeinschaft

    Volksgemeinschaft

    Der politische Erfolg der Nationalsozialisten wuchs, weil auch für die noch nicht wieder in den Arbeitsprozess eingegliederten Bevölkerungsteile mit großem propagandistischem Aufwand gesorgt wurde. Dabei knüpfte die NSDAP besonders an die schon zur Zeit der Weimarer Republik tätige Winterhilfe an. Diese Aufgabe übernahm jetzt die NS-Volkswohlfahrt (NSV), nach der DAF (Deutschen Arbeitsfront) die größte nationalsozialistische Massenorganisation.